Insta und mediola machen Gebäudetechnik-Hersteller fit für Matter

18.02.2023
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Die Insta GmbH, Elektronikspezialist für die digitale Vernetzung in der Gebäudetechnik und mediola – connected living AG, Spezialist für Software und Systemlösungen im Bereich Smart Home und IoT, verkünden heute ihre Partnerschaft. Ziel der Kooperation ist es, die jeweiligen Kompetenzen beider Unternehmen zu bündeln.

Auf Basis des neuen Matter-Technologie-Standards werden Insta und mediola ein umfassendes Spektrum an Produkten und Dienstleistungen anbieten, das Herstellern technischer Gebäudeausstattung den Einstieg in die Welt des neuen Matter Standards besonders einfach macht. Durch die Zusammenarbeit wird Kunden nun ein Portfolio an Erfahrungen und Fähigkeiten in Strategie, Konzepterstellung, Spezifikation und Design, ebenso wie in den Bereichen Implementierung von Software & Apps, Entwicklung von Matter Komponenten & Bridges sowie Zertifizierung und Fertigung geboten, welches so weltweit bisher einmalig ist. Dadurch können sich Hersteller auf Ihre Kernkompetenzen fokussieren, alle mit Matter verbundenen Marktchancen nutzen und gleichzeitig die vorhandenen Fallstricke vermeiden.

Viele Hersteller von Gebäudetechnik stellt die Ausrichtung von Matter und die Umsetzung der technischen Anbindung vor ein Dilemma. Einerseits wird Matter dank starker Unterstützung von Apple, Google und Amazon als eine der wichtigsten Zukunftslösungen innerhalb der Branche angesehen. Dabei erscheint es erstmals realistisch, den Flickenteppich konkurrierender Protokolle zu ersetzen. Aufgrund zu erwartender Marktumwälzungen und der Annahme eines beschleunigten Marktwachstums, kann sich deshalb kaum ein Unternehmen leisten, Matter zu ignorieren und die sich abzeichnenden Chancen nicht zu nutzen.

Andererseits entstehen mit Matter für professionelle Gebäudetechnik-Hersteller ernstzunehmende Schwierigkeiten. Sei es die starke Fokussierung auf den Consumer-/ Retail-Markt mit der daraus entstehenden Problematik für die etablierte Fachhandelstrategie, die hohe Komplexität des Standards, der kostspielige Zertifizierungszwang oder die Sicherstellung der langjährigen Gewährleistung für Investitionsgüter. Insofern ist es für die Unternehmen der Branche eine echte Herausforderung, die individuell richtige Matter-Strategie zu finden. Exakt hierauf hat die neue Kooperation von Insta und mediola ihr Angebot ausgerichtet. Dank umfassendem Know-how und ganzheitlichem Leistungsspektrum bietet sie kundenspezifische Lösungen, um die Transformation zu Matter erfolgreich zu gestalten.

Ein Unternehmen allein besitzt nicht die notwendigen Kompetenzen, um in der Gebäudetechnik-Industrie ein vollständiges Lösungsportfolio anzubieten. Wir freuen uns sehr über die gemeinsame Zusammenarbeit

...erklärt Alexander Döpper von der Insta GmbH.

Die jeweiligen Schwerpunkte von mediola und Insta ergänzen sich perfekt und ergeben ein 360-Grad-Portfolio, mit welchem wir strategisch und auf allen Ebenen von der Beratungsdienstleistung bis in die Produktentwicklung mit Matter gehen können.

Bernd Grohmann, CEO von mediola ergänzt:

In der technischen Gebäudeausstattung wird ein Weg gesucht, der die Chancen der Matter-Technologie nutzt und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken vermeidet. Durch unsere Zusammenarbeit können wir nun Industrie-Trends aufgreifen, um die längst notwendige Interoperabilität der Haus- und Gebäudetechnik weiter voranzutreiben.

Beide Unternehmen blicken auf jahrelange Expertise bei der Digitalisierung technischer Gebäudeausrüstung (TGA) zurück und betrachten die Matter-Technologie daher auch im Hinblick auf die speziellen Anforderungen innerhalb der Branche. Denn bei allem Optimismus hinsichtlich eines im Smart Home Markt lange ersehnten „echten“ Standard, muss aber ebenso bedacht werden, dass Matter erst am Anfang seiner Entwicklung steht und eine gesunde Vorsicht aufgrund zahlreicher Unwägbarkeiten geboten bleibt. So stellen sich eine ganze Reihe wichtiger Fragen, wie beispielsweise:

  • Wie soll die Matter Anbindung am effizientesten realisiert werden? Via Direktintegration per Matter Funk-Modul in jedem Produkt oder besser über Matter Bridges?
  • Was bedeutet der Zertifizierungsprozess in puncto Kosten/ Aufwand und Abhängigkeit?
  • Wie kann ich mich über Produktfeatures differenzieren, ohne signifikant erhöhten Zertifizierungsaufwand?
  • Muss ein TGA-Hersteller mit Matter überhaupt noch eigene Software anbieten?
  • Was bedeutet der große Speicherbedarf des Matter Protokolls für meine Produkte?
  • Welche Konsequenzen hat der Fokus von Matter auf (kostengünstige) Consumer Produkte für die TGA-Industrie?

Mit Insta und mediola steht TGA-Unternehmen jetzt ein kompetenter Partner zu Seite, der von Evaluierung und Planung bis hin zur Fertigung alle Fragen beantwortet und sämtliche Ebenen der Prozesskette abdeckt. In einem Workshop anlässlich der Partnerschaft werden beide Unternehmen Anspruch und Wirklichkeit des neuen Standards erörtern, dabei Status quo, Chancen und Problemfelder besprechen und einen weitreichenden Blick auf die Zukunft der Technologie sowie deren Auswirkungen auf die digitale Transformation in der Haus- und Gebäudetechnik werfen.

Über die Insta GmbH:

Insta GmbH ist ein Elektronikspezialist mit Sitz in Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen ist Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungszentrum für digitale Vernetzung in der Gebäudetechnik – und Thinktank für die Zukunft der Gebäudeautomation. Mit rund 500 Mitarbeitern erwirtschaftet die Insta GmbH etwa 75 Millionen Euro Umsatz mit Produkten und OEM-Komponenten: vom Dimmer für LED-Leuchten bis hin zu Lösungen rund um das Internet of Things (IoT). Seit über 50 Jahren ist Insta ein Spezialist in der Gebäude- und Lichtautomation. Als Mitbegründer der KNX Association weiß Insta um die Wichtigkeit einheitlicher Standards, um eine problemlose Verknüpfung der verschiedenen Komponenten in der Heim- und Gebäudeautomation sicherzustellen. Insta wurde 1970 als technologiegetriebenes Joint Venture von deutschen Steckdosen- und Schalterherstellern gegründet – bis heute sind die Gira Giersiepen GmbH & Co. KG (Radevormwald) und Albrecht Jung GmbH & Co. KG (Schalksmühle) je zur Hälfte die Gesellschafter des Unternehmens.

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