Was brauche ich: Funk- oder drahtgebundene Komponenten?

21.02.2019 / kaju74 / 812

Alle konventionellen Automationsaufgaben lassen sich sowohl mit den Funk- als auch mit den drahtgebundenen Komponenten des HomeMatic-Systems realisieren. Für beide Verbindungsarten existieren sowohl Schalt- und Dimmaktoren sowie Sendeeinheiten und Module aus dem Sicherheitsbereich (z.Bsp. Kontaktsensoren).

Auch spricht nichts dagegen, beide Varianten in der Praxis zu kombinieren. Viele Komponenten existieren nur im Funkbereich und sind gar nicht anders anzubinden.
Im allgemeinen haben drahtgebundene Systeme den Ruf, äußerst zuverlässig und resistent gegenüber äußeren Störeinflüssen zu sein. In der Tat haben Funksysteme gerade im Bereich des populären 868Mhz-Bereich das Problem, mit evtl. Störungen zurecht kommen zu müssen. Billigere Systeme, wie z.Bsp. auch das FS20, wissen nicht, ob ein abgesetztes Funksignal auch letztendlich beim entsprechenden Empfänger ankam. Hier bietet HomeMatic aufgrund des bidirektionalen Funkprotokolls BidCoS den Vorteil zu erkennen, ob der Empfänger den Befehl empfangen und ausgeführt hat. Lag zum Zeitpunkt des Absendens eine Funkstörung vor, wird der Befehl erneut versendet. Erst nach mehrmaligen Fehlversuchen wird der Funkbefehl als gescheitert erkannt und beim Sender entsprechend visualisiert.

Ob man nun drahtgebundene oder Funkkomponenten einsetzen möchte hängt primär von den baulichen Gegebenheiten ab. Für den Einsatz der drahtgebundenen Varianten müssen entsprechende Leitungen verlegt sein/werden, über die die einzelnen Module mit dem Bus verbunden werden. Hier hat man gerade in Mietobjekten das Problem, die vorhandene Elektroinstallation nicht verändern bzw. erweitern zu können. Im allgemeinen bietet sich nur die Möglichkeit bei Neu- oder Umbauten eines bestehenden Objektes, entsprechende Zusatzleitungen oder Leerrohre zu verlegen. Hat man aber die Möglichkeit, von vornherein ein drahtgebundenes System zu verwenden, sollte man dies auch in Betracht ziehen. Neben der "stabileren" Grundlage braucht man sich bei drahtgebundenen Systemen über die Energieversorgung keine Gedanken machen. Gerade die Sendeeinheiten im Funkbereich funktionieren ausschließlich batteriebetrieben, auch solche, die Unterputz verlegt werden. Hier kann sich ein Batteriewechsel durchaus als schwierig und aufwendig erweisen. Auch das permanente Ausbauen beim Umkonfigurieren entfällt bei den drahtgebundenen Varianten, da hier nicht explizit ein Anlerntaster bestätigt werden muss. Ein weiterer Vorteil der drahtgebundenen Module ist deren Flexibilität bezüglich Ein- und Ausgänge. Diese können gemäß ihren Möglichkeiten beliebig umkonfiguriert werden, um z.Bsp. auch direkt LED's zur Statusanzeige anzusteuern.

Der Vorteil der Funkkomponenten liegt in ihrer einfachen Nachrüstbarkeit. Um eine Stehlampe zu automatisieren, reicht ein Zwischenstecker für eine normale Steckdose, sowie eine Fernbedienung. Auch die Unterputzsender lassen sich im Normalfall recht einfach verbauen. Gerade die Möglichkeit, sämtliche Komponenten rückstandsfrei entfernen zu können, macht ein Funksystem interessant für Mietobjekte, lässt sich dieses bei einem Umzug doch einfach mitnehmen.

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