Nutzt man statt der Programmierung direkte Verknüpfungen zwischen einer Fernbedienung und den Aktoren, werden die Aktionen zwar nahezu gleichzeitig ausgeführt, die flexible Auslösung über Programmbedingungen geht aber verloren. Hier kommen nun wiederum die virtuellen Kanäle ins Spiel, von denen es insgesamt 100 Stück gibt. Diese Kanäle können flexibel für eigene Zwecke verwendet werden. Der Vorteil:
Virtuelle Kanäle können sowohl über eigene Programme ausgelöst als auch für direkte Verknüpfungen verwendet
werden.
Um nun also eine Szene zu programmieren, die beim Auslösen (über ein Programm) nahezu direkt ausgeführt wird, erstellt man neue Direktverknüpfungen zwischen einem virtuellen Kanal und den entsprechenden Aktoren.
Tipp
Um einem Sender mehrere Empfänger zuzuordnen, sortiert man die Liste der Direktverknüpfungen nach Sendern, indem man auf die entsprechende Spaltenüberschrift...

und anschließend auf die Schaltfläche "Empfänger hinzufügen" klickt:

Um einem Sender mehrere Empfänger zuzuordnen, sortiert man die Liste der Direktverknüpfungen nach Sendern, indem man auf die entsprechende Spaltenüberschrift...

und anschließend auf die Schaltfläche "Empfänger hinzufügen" klickt:

Um also eine erste Verknüpfung herzustellen, wechselt man in den Bereich "Programme & Verknüpfungen -> Direkte Geräteverknüpfungen". Nun klickt man auf die Schaltfläche "Neue Verknüpfung" und dann "Virtuelle Kanäle einblenden", um die Sonderkanäle erst sichtbar zu machen. Aus der nun erscheinenden Liste wählt man einen freien, virtuellen Kanal aus (in diesem Beispiel den Kanal "BidCoS-RF:3". Als zweiten Verknüpfungspartner wählt man nun den entsprechenden Aktor aus, der mit dieser Szene verbunden werden soll. Dabei sollten man nicht nur die Geräte berücksichtigen, die eingeschaltet oder gedimmt, sondern auch diejenigen, die ausgeschaltet werden sollen.
In den Verbindungseigenschaften wählt man nun das gewünschte Profil (z.B. Ein/Heller, Aus, ...) aus und bearbeitet die Parameter (z.B. Einschaltdauer) so, wie man sie gerne hätte. Nach dem gleichen Schema fügt man nun alle weiteren Verknüpfungen hinzu (siehe Tipp oben) und konfiguriert diese. Je nach Anzahl bereits angelernter Sensoren & Aktoren kann dieser Vorgang durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen - das Resultat entschädigt aber dafür 8-)
Abschließend erstellt man noch ein neues Programm, das die Direktverknüpfungen über den virtuellen Kanal auslöst. Im einfachsten Fall kann dies durch eine Taster auf einer Fernbedienung geschehen. Alternativ kann man wiederum eine direkte Verknüpfung zwischen einer Fernbedienung und dem virtuellen Kanal herstellen mit dem Vorteil, sämtliche Konfigurationen über die Zentrale einstellen zu können.
Bleiben wir aber bei dem Programm, das z.B. wie folgt aussehen könnten (hier wurde der virtuelle Kanal bereits in den Geräteeinstellungen mit einem sinnvollen Namen belegt):

Bei einem Druck auf die Fernbedienung wird nun die virtuelle Taste "CCU:Szene:Ambient" gedrückt, die wiederum sämtliche Direktverknüpfungen auslöst - und dies nahezu direkt 8-)

Kommentare
Hallo, diese Nutzung der Funktion der Virtuellem Kanäle hat mich zuerst begeistert und ich habe sie in meinen Nachtruhe-Schalter alles aus integriert. Leider scheint der Status eines so geschalteten Schalters (hauptsächlich Funk-Zwischenstecker) nicht ausgelesen zu werden. Die Favoritenanzeige der WebUI und auch "pocket control hm" zeigen nach dem Schaltvorgang weiterhin an, dass einzelne Schalter AN seien, nicht aber ausgeschaltetbwurden. Schade, da muss ich alle Lampen und Standby-Geräte wieder sequentiell abschalten lassen.
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