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Die Aktivierung des Experten-Modus liegt etwas versteckt in der Benutzerverwaltung und kann hier nachgelesen werden. Einmal aktiviert, lässt sich in der Auswahlliste der Profile auch der Eintrag "Experte" wählen, der dann Zugriff auf alle möglichen Parameter bietet. Diese unterscheiden sich je nach verknüpftem Empfänger. So bietet z.Bsp. nur ein Dimmer Zugriff auf die Rampenzeit und auch nur dann werden die entsprechenden Parameter (RampOff/On) dazu angeboten.
Weiterhin unterscheidet man zwischen zwei Parametersätzen für einen kurzen (SHORT) bzw. langen Tastendruck (LONG), die in der Anzahl aber identisch sind und sich auch entsprechend gleich verhalten.
Prinzipiell erstellt man mit Hilfe der Experten-Parameter ein Art Ablaufsteuerung, die dann durch einen kurzen oder langen Tastendruck des entsprechenden Senders ausgelöst wird. Über Sprungbefehle bzw. Vergleichsoperationen lassen sich auf diese Weise recht komplexe Abläufe (z.Bsp. eine Blinkfunktion) programmieren, die mit einem Programm so nicht oder nur sehr umständlich (oder mit Hilfe von Skripten) möglich wären.
Die Programmierung im Experten-Modus erfordert einiges an Einarbeitung und Sachverständnis und dürfte für Laien eher frustrierend sein - mit ein Grund, warum diese Funktion nicht direkt aktiviert wurde. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die nachfolgende Beschreibung meinem Verstädnisstand entspricht und nicht uneingeschränkt richtig sein muss 8-)
Experten-Felder
Die Eingabe der Experten-Parameter geschieht über die entsprechenden Felder der Liste, die nach Anwahl des Experten-Profiles darunter erscheint. Dabei unterscheidet man normale Eingabefelder und Auswahlboxen, die je nach Wert weitere Eingabefelder freischalten können. In den Eingabefeldern wird stets eine Zahl erwartet, die auch Nachkommastellen (getrennt durch einen Punkt) enthalten kann. Die jeweils möglichen Zahlengrenzen ist den Hinweisen in Klammern im WebUI zu entnehmen.Grenzbedingungen
Wie bereits oben erwähnt, gibt es je nach Empfängertyp verschiedene Parameter (Eingabefelder), die für die Ablaufsteuerung herangezogen werden können. Zusammen mit der Vergleichsoperation führen diese dann beim Erreichen der Bedingung ein Aktion oder optionales Sprungziel aus (siehe weiter unten). Folgende Grenzbedingungen (CT = Condition Threshold) stehen dabei zur Auswahl:
| Befehl | Erläuterung |
|---|---|
| CT_RAMPOFF | Ausschalt-Rampe |
| CT_RAMPON | Einschalt-Rampe |
| CT_OFFDELAY | Ausschalt-Verzögerung |
| CT_ONDELAY | Einschalt-Verzögerung |
| CT_OFF | Ausschalt-Verweildauer |
| CT_ON | Einschalt-Verweildauer |
Vergleichoperationen
Über die Auswahl einer Vergleichsoperation (für die weitere Steuerung) wird entschieden, wann die entsprechende Bedingung als Erfüllt anzusehen ist. Diese nimmt wiederum Zugriff auf die Werte aus den Feldern CONDITION_VALUE_LOW und HIGH (also den Grenzwerten). Folgende Operationen stehen dabei zur Verfügung:| Operation | Vergleichslogik | Werteeinfluss | Erläuterung |
|---|---|---|---|
| X GE COND_VALUE_LO | X >= COND_VALUE_LO | LO | X größer oder gleich (greater/equal) Vergleichswert LO |
| X GE COND_VALUE_HI | X >= COND_VALUE_HI | HI | X größer oder gleich (greater/equal) Vergleichswert HI |
| X LT COND_VALUE_LO | X < COND_VALUE_LO | LO | X kleiner (less than) Vergleichswert LO |
| X_LT_COND_VALUE_HI | X < COND_VALUE_HI | HI | X kleiner (less than) Vergleichswert LO |
| COND_VALUE_LO LE X LT COND_VALUE_HI | COND_VALUE_LO <= X < COND_VALUE_HI | LO / HI | Vergleichswert LO kleiner gleich X kleiner Vergleichswert HI |
| X LT COND_VALUE_LO OR X GE COND_VALUE_HI | (X < COND_VALUE_LO) OR (X >= COND_VALUE_HI) |
LO /HI | X kleiner Vergleichswert LO oder X größer gleich Vergleichswert HI |
Sprungbefehle
Neben den Vergleichsoperatoren gibt es auch so genannte "Jump-Targets", also Sprungbefehle zu anderen Abarbeitungsschritten, die bei Erfüllung einer Bedingung angesprungen werden können. Folgende Ziele stehen dabei zur Auswahl:| Befehl | Erläuterung |
|---|---|
| JT_OFF | Ausschalt-Verweildauer |
| JT_ON | Einschalt-Verweildauer |
| JT_OFFEDELAY | Ausschalt-Verzögerung |
| JT_ONDELAY | Einschalt-Verzögerung |
| JT_RAMPOFF | Ausschalt-Rampe |
| JT_RAMPON | Einschalt-Rampe |
| NO_JUMP_IGNORE_COMMAND | kein Sprungziel / Befehl ignorieren |
Das jeweilige Sprungziel gibt dabei an, wohin bei einer Tastenbetätigung gesprungen werden soll, wenn der Aktor (hier: Dimmer) sich gerade in einem der Timerbereiche befindet:

| Bereich | Funktion | Erläuterung |
|---|---|---|
| A | Aus-Pegel | Lässt sich auf Werte ungleich Null einstellen |
| B | Mindest-Ein-Pegel | Ab hier beginnt der Verbraucher (Lampe) sichtbar zu leuchten. Unterhalb dieses Wertes wird die Lampe ganz ausgeschaltet |
| C | Ein-Pegel | Gewünschte Ziel-Helligkeit |
| D | Rampenstart-Sprung | Als optische Rückmeldung bei flach eingestellten Rampen |
| E | Ausschaltverzögerungs-Sprung | Als optische Rückmeldung für Start der Ausschaltverzögerung bzw. Hub beim AV-Blinken |
| EV | Einschalt-Verzögerung | z.Bsp. um Ansprechen der Sicherung bei vielen gleichzeitig geschalteten Lampen zu verhindern |
| ER | Einschalt-Rampenzeit | Zeit zum Erreichen des Ziel-Pegels |
| ED | Ein-Verweildauer | Wenn Wert auf unendlich gesetzt wird, erfolgt keine automatische Abschaltung |
| AV | Ausschalt-Verzögerung | Wartezeit zwischen optischer Vorwarnung durch E und Ausschaltrampe |
| AR | Ausschalt-Rampenzeit | Zeit zum Erreichen des Ziel-Pegels |
| AD | Aus-Verweildauer | Wenn Wert auf unendlich gesetzt wird, erfolgt keine automatische Einschaltung |
| P1-P6 | Sprungziele | |
| ES | Einschalt-Start | |
| EB | Einschaltrampen-Beginn | |
| EZ | Einschalt-Ziel | |
| AS | Ausschalt-Start | |
| AB | Ausschaltrampen-Beginn | |
| AZ | Ausschalt-Ziel | |
| NOP | keinen Sprung ausführen |
Über die Sprung-Aktion (ACTION_TYPE) kann zuvor bestimmt werden, ob das oben angegebene Sprungziel oder eine der folgenden Direktaktionen ausgeführt werden soll:
| Aktion | Erläuterung |
|---|---|
| INACTIVE | INAKTIV |
| JUMP_TO_TARGET | Schalten (Springen nach Sprungzieltabelle, siehe oben) |
| TOGGLE_TO_COUNTER | Schalten/Toggeln wie der letzte Zustand des Tastendruckzählers |
| TOGGLE_INVERS_TO_COUNTER | Schalten/Toggeln entgegen des letzten Zustands des Tastendruckzählers |
| UPDIM | Hochdimmen um DIM_STEP |
| DOWNDIM | Herunterdimmen um DIM_STEP |
| TOGGLEDIM | Entgegen der letzten Richtung um DIM_STEP dimmen |
| TOGGLEDIM_TO_COUNTER | Um DIM_STEP in Richtung des letzten Zustands vom Tastendruckzähler dimmen |
| TOGGLEDIM_INVERS_TO_COUNTER | Um DIM_STEP invers zu Richtung des letzten Zustands vom Tastendruckzähler dimmen |
Zeitsteuerung
Für die zeitliche Steuerung einzelner Befehle (z.Bsp. Rampenzeit oder Einschaltdauer) stehen entsprechende Eingabefelder zur Verfügung, deren Wert (0..255 bzw. 1 Byte/8 Bits) aber einer speziellen Kodierung unterliegt. Diese enthält neben der zu verwendenden Zeitbasis einen Multiplikator, um einen möglichst großen Wertebereich abdecken zu können:
| Basis | 7 | 6 | 5 |
|---|---|---|---|
| 0,1s | 0 | 0 |
0 |
| 1s | 0 |
0 |
1 |
| 5s | 0 |
1 |
0 |
| 10s | 0 |
1 |
1 |
| 1min | 1 |
0 |
0 |
| 5min | 1 |
0 |
1 |
| 10min | 1 |
1 |
0 |
| 1h | 1 |
1 |
1 |
Beispiel
Gewünscht ist eine Einschaltdauer von 20 Sekunden. Als Zeitbasis könnte man nun entweder 1s (mit Faktor 20), 5s (mit Faktor 4) oder 10s (mit Faktor2) nehmen. Die entsprechenden Werte wären dementsprechend:
| Basis/Faktor | Bit-Darstellung | Dezimalwert |
|---|---|---|
| 1s, Faktor 20 | 0 0 1 1 0 1 0 0 | 52 |
| 5s, Faktor 4 | 0 1 0 0 0 1 0 0 | 68 |
| 10s, Faktor 2 | 0 1 1 0 0 0 1 0 | 98 |
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Kommentare
endlich die ersehnten Infos. Super!!
Ich hoffe es geht bald weiter.
Gruß
Floh
Was bedeutet denn beim Jalousieaktor der "Zustand" REFON bzw. REFOFF ?
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